Insulin


Insulin
Insulin, in den B-Zellen der Langerhans-Inseln gebildetes Peptidhormon aus 51 Aminosäuren, die in zwei durch Disulfidbrücken miteinander verbundenen Peptidketten angeordnet sind. Es steigert die Durchlässigkeit der Zellmembranen für Glucose, hemmt den Glykogenabbau, fördert die Fettsynthese aus Glucose in den Fettzellen sowie den Proteinabbau und wirkt damit blutzuckersenkend. Die Bildung von I. wird durch den Anstieg der Blutzuckerkonzentration gefördert. Gegenspieler des I. ist das in den A-Zellen gebildete Glucagon. Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) entsteht durch ungenügende Insulinbildung, durch die der Blutglucosespiegel ansteigt. Da die Nieren nicht mehr die gesamte im Blut befindliche Glucose zurückhalten können, wird ein Teil davon mit dem Harn ausgeschieden. Der hohe Glucosespiegel im Blut sowie der erhöhte Fett- und Proteinabbau verursachen auf Dauer tief greifende Stoffwechselschäden. Die fehlende körpereigene Insulinproduktion wird heute v. a. durch gentechnisch gewonnene Insulinpräparate ersetzt.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.