Aneuploidie


Aneuploidie
Aneuploidie, Hinzufügung (Hyperploidie) oder Entfernung (Hypoploidie) einzelner Chromosomen aus dem Genom aufgrund von Genommutationen. A. kommt durch Unregelmäßigkeiten bei der Mitose oder Meiose zustande (z.B. Nondisjunction). Trisomie ist das dreifache, Monosomie das einfache anstelle des zweifachen Vorkommens eines Chromosoms. Verschmelzen einschenkelige Chromosomen an ihren Centromeren, so entsteht ein zweischenkeliges Chromosom, wodurch es zu einer Verminderung der Chromosomenzahl kommt. Dieser sog. Robertson-Effekt wurde z.B. bei Affen, Nagern und Schnecken beobachtet. A. können beim Menschen schwere Krankheiten verursachen: Trisomie des Chromosoms 21 wird als Down-Syndrom bezeichnet. Bei m mit zwei oder mehr X-Chromosomen kommt es zum Klinefelter-Syndrom; ein fehlendes X-Chromosom bei Frauen verursacht das Turner-Syndrom. Trisomien gibt es auch bei verschiedenen Kulturpflanzen, etwa Tomate, Tabak, Mais oder Gerste. Sie führen bei diesen zu erwünschten Eigenschaften.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.